Die 10 besten Hilfsmittel bei der Job-Suche

15.01.2018

Die Jobsuche kostet viel Zeit, auch weil Sie sich viel mit sich selbst beschäftigen müssen. Was interessiert mich an einem Job? Was ist mir persönlich wichtig für meinen Karriereweg? Wie präsentiere ich mich in meiner Bewerbung und im Lebenslauf? Deshalb sollten Hilfsmittel für die Jobsuche wenig bis gar nichts kosten und der Zugang dazu schnell und einfach sein. Darüber hinaus ist die beste Hilfe, wenn Sie sich selbst zu helfen wissen. Entsprechend gibt es vier Faktoren für die Qualität eines Hilfsmittels:

  1. Kann ich es selbst tun?
  2. Wie viel (Zeit und Geld) kostet es?
  3. Habe ich direkten Zugriff auf das Hilfsmittel?
  4. Wie viel Erfolg kann ich mir von dem Hilfsmittel versprechen?

Auf Basis dieser Kriterien haben wir folgende Top-10 der besten Hilfsmittel gekürt:

  1. Persönlicher Jobcoach
  2. Arbeitsamt
  3. Eigenes Jobcoaching und Internet-Suche
  4. Freunde und Familie
  5. Soziale Netzwerke
  6. (Ehemalige) Kollegen
  7. Firmen-Events (auch auf Jobmessen)
  8. Praktikum
  9. Eigene Projekte
  10. Direkter Ansprechpartner in der Firma / Empfehlung

Persönlicher Jobcoach (Platz 10)

Jobcoaching ist das am wenigsten geeignete Mittel, um einen Job zu bekommen. Sie müssen zunächst einen Coach finden, den auch noch bezahlen und können das Coaching nicht selbst tun. Sprich: Sie investieren Zeit in die Jobcoach-Suche und das Coaching selbst, bezahlen den Coach und sind auf die Verfügbarkeit des Coaches angewiesen. Das sind so viele Abhängigkeiten, dass diese Option die schlechteste Wahl wäre, wenn Sie ohne Kosten, schnell und direkt in Ihrem Lieblingsjob arbeiten möchten.

Ein Jobcoach nimmt Sie genau unter die Lupe Ein Jobcoach nimmt Sie genau unter die Lupe

Langfristig kann sich ein Jobcoach aber lohnen: Ein Jobcoach befasst sich nämlich intensiv mit Ihren Stärken, Wünschen und Schwächen. Zudem geht er auch auf Ihre Lebensplanung ein, sodass ein guter Jobcoach auch „out of the box“ denkt und Branchen und Berufsbilder vorschlägt, die Sie vorher nicht in Erwägung gezogen hatten, die aber zu Ihnen passen.

Beachten Sie, dass Sie das Coaching auch selbst im Rahmen eines Selbststudiums übernehmen können (siehe Platz 8).

Besuch beim Arbeitsamt (Platz 9)

Das Arbeitsamt bzw. Jobcenter können Sie in Ihrer Stadt oder auf den Online-Seiten der Bundesagentur für Arbeit ersuchen. Immerhin bietet die Jobsuche nach eigenen Angaben mehr als eine Millionen offene Stellen an. Über 5.000 Jobs speziell für Zeitarbeitnehmer finden Sie aber auch weiterhin in unserer Zeitarbeit24-Jobbörse.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sie einen Job über das Arbeitsamt erhalten. Doch wie toll die Stelle dann wirklich ist, liegt im Wesentlichen am Mitarbeiter im Amt selbst. Zudem müssen Sie persönlich den Weg zur Behörde auf sich nehmen. Das kostet Sie Zeit, die Sie für die eigene Recherche im Internet nutzen könnten (siehe Platz 8). Parallel zur eigenen Suche auch das Arbeitsamt suchen zu lassen, ist aber nicht verkehrt. Es kostet Sie ja nichts.

Eigenes Jobcoaching, Bücher und Internet-Suche (Platz 8)

Ein persönlicher Jobcoach ist relativer Luxus und hat vor allem langfristig Vorteile. Den neuen Job benötigen Sie aber sofort, weil Ihnen das Geld ausgeht. Alle Reserven benötigen Sie also an anderer Stelle. Das ist nur allzu nachvollziehbar.

Ein Coach ist auch nicht zwingend nötig, wenn Ihnen klar ist, dass er vor allem eine Aufgabe hat: eine positive Einstellung zur Jobfindung herbeizuführen. Sie können deshalb einen Coach auch simulieren. Durch das Lesen der besten Karrierebücher trainieren Sie Ihre mentale Kraft. Das geschriebene Wort dient Ihnen als Mittel zur Selbsthilfe, weil Sie darin zeitloses Wissen vorfinden. Um auch bei den aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt vorne dabei zu sein, empfehlen wir, sich unsere Auswahl der besten Karriereblogs anzuschauen. Nutzen Sie zeitlose Bücher und aktuelle Artikel als Lektüre für einen gesunden Kopf und erhöhtes Selbstvertrauen.

Sind Sie erst mental gestärkt und von Ihren Fähigkeiten überzeugt, suchen Sie nun nach dem Puzzlestück, an das Sie andocken möchten. Durch die Klarheit darüber, was Sie können und wollen (mittels Fremd- oder Eigencoaching), wählen Sie den Beruf, der am besten passt und die Branche, in der Sie unbedingt Erfahrungen machen wollen. Wenn Sie ein konkretes Unternehmen im Blick haben, helfen Ihnen auch Bewertungsplattformen, um vorab einen Einblick in die gegebenen Arbeitsumstände zu bekommen.

Qualifikation auf eigene Faust

Das Coaching können Sie selbst machen und direkt beginnen. In diesem Selbststudium bringen Sie sich alle nötigen Fähigkeiten bei, nachdem Sie bereits erste Ausschreibungen gelesen und verstanden haben, wonach die Unternehmen suchen. Das funktioniert für Quereinsteiger-Berufe hervorragend. Bei Jobs, die formelle Qualifikationen benötigen, müssen Sie etwas ausgeklügelter sein. Engagement und Fleiß zahlen sich bei formell ungelernten Arbeitsanwärtern aber immer aus. Warum auch darauf warten, dass jemand anders Ihnen alles beibringt? Fangen Sie selbst an.

Bei der Jobsuche auf eigene Faust lernen Sie auch sich selbst besser kennen Bei der Jobsuche auf eigene Faust lernen Sie auch sich selbst besser kennen

Nur kostet das Lernen in Eigenverantwortung relativ viel Zeit, je nachdem wie anspruchsvoll die Arbeit ist und wie sehr Ihre Einstellung zur Jobsuche entwickelt werden muss. Eine Abkürzung bietet hier nur der „Personal Coach“, weil er Ihre Aussagen kontinuierlich interpretiert und - einem Mentor ähnlich - Fragen stellt, die Sie beantworten. Durch dieses Wechselspiel von Aussage-Interpretation und Frage-Antwort decken Sie innere Konflikte auf und finden letztendlich zu wolkenfreier Klarheit.

Für Ihr Selbststudium unentbehrlich werden Suchmaschinen sein wie Google und DuckDuckGo, YouTube zum visuellen Lernen sowie Online-Communities und Foren für Leute mit besonderen Interessen. Der Weg aus dem Haus wird Ihnen aber nicht erspart, denn das persönliche Gespräch ist auch im 21. Jahrhundert der direkteste Draht zur Wunschposition (siehe Platz 4 bis 1).

Gespräch mit Freunden und Familie (Platz 7)

Der direkte Draht zum Familien- und Freundeskreis ist naheliegend. Mit geringem zeitlichen Aufwand erreichen Sie viele Menschen, die um Ihr Wohlergehen, einen Job zu finden, bemüht sind. Beeinflussen können Sie die Erfolgschancen aber nicht und wirklich vielversprechend sind die Aussichten im Regelfall auch nicht. Es kommt schon vor, dass Bekannte, Freunde, Geschwister und Eltern sich umhören und konkret fragen. Doch hier sind Sie Sie gefragt: Je konkreter Sie Ihre Vorstellungen preisgeben, umso größer sind auch die Erfolgschancen. Sind Sie allerdings „offen für alles“, stehen Sie eher länger als kürzer mit leeren Taschen da.

Soziale Netzwerke wie XING und große Jobsuchmaschinen (Platz 6)

Es ist kein Geheimnis, dass Headhunter, Recruiter und Leute aus dem Personalwesen sich verstärkt im Internet umschauen. Ein attraktives Profil bei XING, LinkedIn, Facebook (oder auch Indeed) spielt Ihnen in die Karten, denn Sie erstellen es nur einmal und nehmen anschließend nur noch Detailverbesserungen vor. Wenn Sie dann dann aktiv sind, also interessante Inhalte veröffentlichen, jobrelevante Themen ansprechen und Inhalte von anderen teilen, ist auch der Besuch Ihres Profils gesichert.

Vorteil: Sie erstellen einen Inhalt nur einmal, teilen Ihnen aber auf mehreren Kanälen. Das erhöht die Chancen auf die Aufmerksamkeit des richtigen Recruiters deutlich. Sorgen Sie nur dafür, dass was Sie teilen auch Mehrwert bietet und nicht nur ein attraktiver Aufmacher ist.

Telefonate mit (ehemaligen) Kollegen und Traumfirmen (Platz 5)

Zwar sind Sie in den heutigen Zeiten auch per Social Media mit Ihren (Ex-)Kollegen vernetzt, doch viel zu schnell huschen die Updates Ihrer Kontakte über den Bildschirm. Im reißenden Informationsstrom wird Ihre neueste Nachricht („Suche neuen Job…“) übersehen und niemand weiß davon.

Ein Telefonat wirkt dann wahre Wunder. Ob Kollegen, mit denen Sie noch zusammenarbeiten, oder jene aus der Vergangenheit. Rufen sie kurz durch und kommen Sie direkt zur Sache, ohne lang drumrum zu reden. Sie suchen einen neuen Job und möchten wissen, ob dieser Kollege Ihnen helfen kann. Je genauer Ihre Vorstellungen, umso einfach für ihn und Sie. Wenn Sie genau wissen, wie Ihre zukünftige Stelle aussehen soll, sind auch „kalte Anrufe“ bei Ihren Wunschfirmen durchaus angebracht. Überzeugung und Durchhaltevermögen sind dabei gefragt.

Firmen-Events, auch auf Jobmessen (Platz 4)

Je näher Sie der Wunschfirma kommen, umso besser. Nehmen Sie Veranstaltungen wahr, wo die Firma auftritt oder vertreten wird. Das können auch Firmenfeiern seien, die firmenfremde Gäste erlauben. Vielleicht haben Sie zufällig jemanden kennengelernt, der in dieser Firma arbeitet und noch eine Begleitung sucht? Seien Sie wachsam und sprechen Sie so weit Ihnen möglich offen über Ihren Jobwunsch.

Der Vorteil an Firmenpartys ist der Kontakt nach ganz oben, nur indem Sie die richtige Person ansprechen und dort einen guten Eindruck hinterlassen. Das funktioniert noch besser als ein Anruf, weil man Sie schon „beschnuppert“ und idealerweise für gut befunden hat.

Praktikum (Platz 3)

Zeigen Sie, wie (gut) Sie arbeiten und beweisen Sie sich auf dem echten „Spielfeld“. Ein Praktikum ist immer ein Zwischenstadium. Machen Sie Ihren Vorgesetzten deshalb klar, dass Sie den Karriereweg weiter nach oben gehen wollen und gewillt sind, gute Arbeit zu leisten. Ihre Leistung, Einstellung gegenüber den Kollegen und Soft Skills sind im Praktikum auf dem Prüfstand. Mit einem gut absolvierten Praktikum sind Sie mit einem Fuß in einer Festanstellung. Deshalb ist das Praktikum unter den Top 3 der besten Hilfsmittel bei der Jobsuche.

Eigene Projekte starten und öffentlich machen (Platz 2)

Durch eigene Projekte machen Sie auf sich aufmerksam, sodass Recruiter zu Ihnen kommen werden und nicht anders herum. Ähnlich wie ein Jobprofil bei XING lassen Sie das Präsentierte für sich sprechen, in dem Fall den aktuellen Stand Ihres Projekts.

Eigene Projekte zeigen, wie gut Sie sich von der Idee bis zur Ausführung schlagen, ohne die Orientierung zu verlieren Eigene Projekte zeigen, wie gut Sie sich von der Idee bis zur Ausführung schlagen, ohne die Orientierung zu verlieren

Mit einem selbst initiierten Projekt sprechen Sie eine Empfehlung für sich selbst aus, denn Sie zeigen, worin Sie Ihre Freizeit investieren und dass Sie etwas aus dem Nichts hervorzaubern können. Ein solch unternehmerisches Denken und Handeln wird heutzutage von Arbeitgebern zunehmend verlangt. Sind Sie dann noch in der Lage, dieses öffentlichkeitswirksam zu vermarkten, mit einer guten Story, werden die Angebote nur so auf Sie rein prasseln.

Direkter Ansprechpartner oder auf Empfehlung (Platz 1)

„Vitamin B“ ist keine Schlaftablette. Auch in Zeiten hypervernetzter Menschen sind Beziehungen der beste Muntermacher für eingeschlafene Beziehungen und die eleganteste Brücke, um zwei Menschen mit gleichen Interessen miteinander zu verbinden. Mit einem direkten Ansprechpartner oder auf Empfehlung eines Mitarbeiters reiten Sie wie ein „trojanisches Pferd“ ein und lösen ein kostenloses Ticket in Ihre Wunschfirma.

Das Vitamin "B" wie Beziehung ist auch heute noch des beste Mittel zum neuen Job Das Vitamin "B" wie Beziehung ist auch heute noch des beste Mittel zum neuen Job

Dieses Methode kostet Sie kein Geld, so gut wie keine Zeit, Sie greifen auf Ihr bestehendes Netzwerk zurück und Sie können Ihren Auftritt in der Firma 100 % selbst bestimmen. Diese Art von Zugang sollten Sie anstreben, um auf dem schnellsten und einfachsten Weg Ihrem Traumjob bei Ihrer Wunschfirma nachzugehen.

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