Stärken und Schwächen analysieren

23.12.2016
Stärken und Schwächen sollte man herausfinden

In jedem Vorstellungsgespräch taucht irgendwann die Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen auf. Für viele Bewerber ist es schwierig eigene Schwächen zuzugeben, schließlich wünschen sie sich am Ende des Gesprächs ein positives Resultat. Leider unterschätzen sich manche Menschen selbst so sehr, dass ihnen auch keine geeigneten Stärken einfallen. Bei vielen hat sich bereits während der Berufsvorbereitung in der Schulzeit die Angst vor der Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen manifestiert. Obwohl das eigentlich völlig unbegründet ist. Im Prinzip können Sie durch eine einfache Analyse Ihre Fähigkeiten und Interessen feststellen. So erkennen Sie, für welchen Beruf Sie am Besten geeignet sind. Jeder Mensch verfügt über bestimmte Talente.

Analyse der Kindheit und Jugendzeit

Stärken und Schwächen machen sich meist schon in jungen Jahren bemerkbar. Haben Sie mit Ihren Bauklötzen kreative Meisterwerke angefertigt? Sind Sie ein Frühaufsteher oder bleiben Sie lieber bis zur allerletzten Sekunde im Bett liegen? Haben Sie als Kind die Liebe zum Basteln oder zum Erschaffen von Neuem entdeckt? Oder waren Sie lieber draußen mit dem Fahrrad unterwegs? Besinnen Sie sich zurück in Ihre Kindheit und Jugendzeit. Was haben Sie gerne gemacht? Wofür wurden Sie gelobt und wann eher getadelt? Vor welchen Tätigkeiten haben Sie sich nach Möglichkeit gedrückt? All diese Erkenntnisse helfen Ihnen bei der Feststellung Ihrer ganz individuellen Stärken und Schwächen. Machen Sie sich ein paar Notizen. Denn folglich wird Sie diese Erkenntnis zu Ihrer optimalen Berufswahl führen.

Warum die Frage nach den Stärken und Schwächen?

Die beliebte Frage im Vorstellungsgespräch nach den Stärken und Schwächen ist allseits bekannt. Aber weshalb kommt diese Frage eigentlich immer wieder? Im Prinzip werden zwei Ziele verfolgt. Mit der Frage nach den Stärken soll herausgefunden werden, wie sich der Bewerber selbst beurteilt. Und ob diese Einschätzung der Realität entspricht. Bei den Schwächen hingegen ist auch die Art und Weise wie der Bewerber mit der Frage umgeht von Bedeutung. An der Körpersprache lässt sich ablesen, wie selbstbewusst, selbstkritisch und authentisch der potenzielle Kandidat ist. Daher ist es ratsam, sich ernsthaft mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Dann ist nämlich ein ehrliches und glaubhaftes Auftreten garantiert. So hinterlassen Sie sicherlich einen sehr guten Eindruck.

Besonders im Vorstellungsgespräch wird man nach Stärken und Schwächen gefragt

Wie definiere ich meine Stärken und Schwächen?

Im Allgemeinen wird zwischen sozialer Kompetenz und berufsbezogenen Fähigkeiten und Fachwissen unterschieden. Letzteres ist relativ einfach zu benennen und belegen, z. B. mit Hilfe von Zeugnissen und Eignungstests. Bei den sozialen Fähigkeiten wird es etwas komplizierter. In der Regel wird empfohlen, dass sich jeder Bewerber drei Stärken und drei Schwächen auswählt. Diese sollten sein Verhalten möglichst genau beschreiben. Dabei sollte man zwar durchaus Fähigkeiten in Betracht ziehen, die auch mit der zukünftigen Stelle zu tun haben. Aber nicht ausschließlich. Wichtiger ist es, dass die persönlichen Merkmale wirklich zu Ihnen passen. Stimmen Sie nicht mit den Herausforderungen des gewählten Berufs überein? Dann sollten Sie diese Berufswahl nochmals überdenken.

Starke Charaktereigenschaften

Wenn Sie über Ihre positiven Eigenschaften sprechen, dann müssen Sie diese auch unbedingt gut begründen. Weisen Sie dies falls möglich mit entsprechenden Unterlagen und Arbeitsproben nach. Nur ein paar Wörter aus einer Liste auszuwählen und vorzutragen wird dem Personaler nicht genügen. Das kann heutzutage schließlich jeder. Vermeiden Sie Übertreibungen oder gar Lügen. Mit der Wahrheit wirkt man am Sichersten. Und da man sich selbst nichts vorzuwerfen hat, kann man auch nicht so leicht aus der Fassung gebracht werden.

Teamwork-Skills ist ein gutes Beispiel für eine Stärke

Beispiele - starke Eigenschaften

  • ausdauernd
  • begeisterungsfähig
  • belastbar
  • beliebt
  • charmant
  • charakterstark
  • delegationsfähig
  • diszipliniert
  • durchsetzungsfähig
  • diplomatisch
  • ehrgeizig
  • ehrlich
  • einfühlsam
  • engagiert
  • entscheidungsfreudig
  • erfahren
  • effizient
  • fleißig
  • flexibel
  • freundlich
  • geduldig
  • gewissenhaft
  • gründlich
  • gesprächsbereit
  • geistig flexibel
  • großmütig
  • hilfsbereit
  • höflich
  • innovativ

Schwache Charaktereigenschaften

Im Prinzip ist das Gegenteil von den oben genannten Adjektiven meist als Schwäche zu werten. Natürlich kommt es immer darauf an auf welche Tätigkeit Sie sich bewerben. Als Lkw Fahrer ist Teamfähigkeit wahrscheinlich nicht unbedingt das wichtigste Kriterium. Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit aber ganz bestimmt. Aber Vorsicht! Wählen Sie Schwächen, die auch in ein positives Licht gerückt werden können. Alternativ können Sie auch Adjektive wählen, die zwar im Wesentlichen negativ sind, aber im Prinzip nichts mit der von Ihnen angestrebten Tätigkeit zu tun haben. Somit geben Sie zwar zu, dass auch Sie nicht perfekt sind, jedoch ist es nicht relevant für die Stellenvergabe. Es ist nicht sinnvoll der Frage auszuweichen. Der Interviewer wird mit Sicherheit auf die Beantwortung der Frage bestehen.

Wer sich seiner Schwächen bewusst ist kann an ihnen arbeiten

Hier sind noch einige Negativbeispiele:

  • schüchtern
  • nicht redegewandt
  • ungeduldig
  • wenig erfahren
  • inkonsequent
  • unentschlossen
  • zögernd
  • unpünktlich
  • überpünktlich
  • stur
  • detailbesessen
  • perfektionistisch
  • unerfahren

Fazit

Nach der Analyse Ihrer ganz persönlichen Stärken und Schwächen haben Sie mit Sicherheit auch mehr Selbsterkenntnis erlangt. Ausgestattet mit diesem Wissen können Sie selbstbewusst in jedes Vorstellungsgespräch gehen.

Noch mehr Fragen zum Thema Karriere? Dann schauen Sie doch in unseren Ratgeber.

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