Zeitmanagement: Wie wichtig ist Ihre Zeit?

07.07.2017

Sie haben 24 Stunden am Tag, genau wie Ihre Mitmenschen. Zeit können Sie nicht irgendwo aufspüren, weil sie an keiner geheimen Stelle verborgen ist.

Bereits bestehende Tools zum Zeitmanagement sind sicherlich hilfreich. Das Eisenhower-Prinzip hilft Ihnen, zu priorisieren. Die Pomodoro-Technik unterstützt Sie bei der effizienten Erledigung von Teilaufgaben. David Allens „Getting Things Done“-Methode berücksichtigt Ihren gesamten Alltag, ohne dass Sie befürchten müssen, etwas Wichtiges, das z. B. Ihre Familie oder Kinder betrifft, zu vergessen.

Wir von Zeitarbeit24.de möchten Ihnen zeigen, wie Sie ohne umfangreiche Theorien von heute auf morgen ein besseres Zeitmanagement in Ihrem Leben vollbringen.

Sie können an der ablaufenden Zeit nichts ändern

Zeit läuft endlos weiter. Sie können Zeit nicht kontrollieren oder gefangen halten. Zeit können Sie nicht pausieren, auch wenn Sie eine Stoppuhr nutzen. Sie führen auch keinen Wettlauf gegen die Zeit, denn diesen können Sie nie gewinnen.

Statt gegen die Zeit anzukämpfen, raten wir, Ihre Energie für die Gestaltung Ihres Tages einzusetzen. Auch wenn Sie an der automatisch tickenden Zeit nichts ändern können, haben Sie die Möglichkeit, zu bestimmen, was Sie in dieser Zeit tun.

Ihr Tag gestaltet sich, auch ohne Ihr Zutun

Niemand hat mehr Zeit als Sie. Sie haben nicht mehr Zeit als jemand anderer. Sie sind vielbeschäftigt und haben einen vollen Terminkalender, der Sie an Ihre Verpflichtungen erinnert. Dennoch haben Sie das Gefühl, keine Zeit zu haben. Woher kommt das?

Closeup alarm clock having a good day with background happy woman stretching in bed after waking up, sunlight in morning. Wie wir unsere 24 Stunden nutzen, ist jedem selbst überlassen. Man sollte versuchen das Beste aus einem Tag zu schöpfen.

Angenommen, Sie setzen die Uhren auf Null. Ein neuer Tag beginnt. Die 24 Stunden laufen. Jede der 1.440 Minuten eines Tages können Sie nun nutzen. Nutzen Sie Ihre Zeit oder lassen Sie die Zeit vergehen? Das ist der Knackpunkt! Wenn Sie der Meinung sind, keine Zeit zu haben, drücken Sie eigentlich aus, dass Sie die vergangenen Minuten schon mit etwas Anderem verbracht haben. Das kann auch Müßiggang sein. Sie haben Zeit gebraucht. Diese Zeit haben Sie verwendet oder verbraucht, auch wenn Sie den Eindruck haben, nichts (Besonderes) getan zu haben.

„Wo ist denn die Zeit hin?", ist zwar eine berechtigte Frage, drückt aber aus, dass Sie nicht im Moment waren. Wenn Sie genau wissen, was Sie gerade tun, Ihnen die momentane Aktivität also bewusst ist, sind Sie im Hier und Jetzt. Seien Sie sich dem Moment bewusst, sonst übernimmt Ihr Autopilot.

Weil die Zeit immer weiterläuft, haben Sie zwei Optionen:

  1. Sie schauen der Zeit zu, wie sie den Tag automatisch füllt.
  2. Sie nehmen Ihren Tag selbst in die Hand, übernehmen für ihn die Verantwortung und kosten das Bewusstsein für den Moment aus.

Wenn Sie also nichts tun, tun Sie trotzdem immer etwas. Sie werden nie zusätzliche Zeit finden, weil Zeit sich selbst findet. Die Frage ist nur: Sind Sie am Steuer oder lassen Sie sich steuern?

Vier Buchstaben schaffen Ihnen mehr Zeit

Sie können auf allen Hochzeiten tanzen, überall dabei sein und alles mitmachen. Das ist ein Trugschluss. Dennoch tappen Sie regelmäßig in diese Falle und sind traurig, dass Sie nicht den gewünschten Fortschritt machen. Ob im Beruf bei Ihrem neuen Arbeitgeber oder in der Freizeit beim Basteln an Ihrem neuen Hobbyprojekt, der begrenzende Faktor ist Zeit.

Ihren Tag aktiv gestalten und Einschränkungen einplanen

Sie wissen, dass ein Tag 24 Stunden hat. Aber Sie verhalten sich so, als wäre er endlos. Dabei ist die Lösung so einfach wie naheliegend und reine Mathematik. Wenn Sie wissen, dass Sie 8 Stunden schlafen, eine Stunde frühstücken, 10 Stunden auf Arbeit sind (Ihren Fahrtweg mit einberechnet) und jeden Abend 2 Stunden Fernsehen schauen, bleiben Ihnen 3 Stunden Zeit für andere Verpflichtungen. Das können Arztbesuche sein, Zeit mit den Kindern oder ein bisschen Zeit für sich selbst, mit einem guten Buch oder einem Verdauungsspaziergang nach dem Abendbrot.

Reaching up the sky Beschränken Sie sich auf die wesentlichen Dinge und tuen Sie das was Sie glücklich macht.

Nehmen Sie die zeitlichen Einschränkungen eines Tages als gegeben hin, um Ihre Aktivitäten während des Tages darauf basierend zu gestalten. Es erfordert ein bisschen Planung, z. B. am Abend davor, aber verhindert Ärger und Frustration. Wenn Sie vorm Zubettgehen zeitlich planen, was Sie am nächsten Tag vorhaben (wie bspw. das angefangenes Buch von 7 bis 8 Uhr weiterzulesen oder von 6 bis 7 Uhr Frühsport zu machen), geben Sie Ihrem Tag eine Richtung, die Sie bestimmen. Sie füllen den Tag mit Erwartungen, die Sie rein zeitlich erfüllen können. Seien Sie dabei aber nicht zu übereifrig: Setzen Sie sich für den Tag 1-3 Aufgaben mit jeweils einer zeitlichen Begrenzung in Stunden oder Minuten. Dass Sie diese Aufgaben wirklich erledigen, ist nur sekundär. Viel wichtiger ist, dass Sie mit einer Aufgabe begonnen haben und der Erledigung stetig näher kommen. Mit vielen kleinen Schritten jeden Tag kommen Sie auch an Ihr Ziel. Die großen Aufgaben an einem Tag erreichen zu wollen, ist illusorisch und langfristig ungesund für Ihre Motivation. „Eile mit Weile“ sollte Ihr wortwörtlicher und nicht nur sprichwörtlicher Ansatz hierbei sein.

Mit jedem „Ja“ zahlen Sie den Preis

Wie viel kostet es, wenn Sie „Ja“ sagen? Einen Tag, eine Woche, ein ganzes Jahr? Das ist unterschiedlich. In jedem Fall folgt auf Ihre verbindliche Zusage immer eine Verpflichtung, der Sie auch nachkommen wollen. Sie möchten niemanden enttäuschen, wenn Sie plötzlich nicht mehr zu Ihrem „Ja“ stehen. Das ist nur allzu menschlich. Was wäre aber, wenn Sie gar nicht erst zugesagt hätten?

Lernen Sie, „Nein“ zu sagen. Sie können es nicht Jedem recht machen und werden immer jemanden enttäuschen. Aber Sie können es sich selbst recht machen und damit zumindest nicht sich selbst enttäuschen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie sich Ziele fürs Jahr gesetzt haben. Doch statt sich eine lange Liste von Jahresvorsätzen zu erstellen, empfehlen wir, alle Dinge aufzulisten, die Sie ablehnen.

Mit Selbstvertrauen ablehnen: Ihre „Nein“-Liste

Sie möchten erreichen, was Sie sich als Ziel gesetzt haben. Das bedeutet für Ihre Tages- und Wochenplanung, dass Sie alles, das nicht zum Ziel führt, auch nicht tun. Das klingt einfach, ist in der Praxis aber schwieriger, als Sie vermuten würden. Wichtig ist nämlich, was Sie nicht tun! Denn dann wirkt das, was Sie tun, entsprechend stark auf dem Weg, Ihr Ziel zu erreichen.

Zeitraubende Aktivitäten außen vor lassen und fokussierter Handeln - das verschafft Zeit. Zeitraubende Aktivitäten außen vor lassen und fokussierter Handeln - das verschafft Zeit.

Aus diesem Grund sollten Sie auflisten, zu welchen Sachen Sie „Nein“ sagen. Nehmen wir an, Ihr Ziel sei gesünder zu leben und mehr Sport zu treiben. Das könnte heißen, dass Sie nach 18 Uhr keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich nehmen, Süßigkeiten nur reduziert essen, Alkohol verneinen und das Rauchen ebenso. Erstellen Sie Ihre Nein-Liste und respektieren Sie, was Sie dort verneint haben, um Ihr Ziel zu erreichen.

Beachten Sie, dass Sie nicht für immer Nein zu diesen Dingen sagen. Ihre Nein-Liste gilt nur temporär für Ihren aktuellen Lebensabschnitt. Sobald Sie Ihre Ziel erreicht haben, können Sie beginnen, die Liste zu kürzen oder sich auf Ihr nächstes Ziel stürzen, das von einer ebenfalls angepassten Nein-Liste begleitet wird.

Schreiben Sie alle Neins auf, die Ihnen in den Sinn kommen. Nur weil Sie sich in dieser Phase Ihres Lebens auf eine Sache konzentrieren, heißt es nicht, dass Sie keine weiteren Ziele anpeilen können. Aktuell ist eben dieses eine Ziel an der Reihe. Sie wissen im tiefsten Inneren auch, wenn Sie sich auf eine Sache konzentrieren und diese bis zum Ende durchziehen, werden Sie mehr erreicht haben, als immer nur vage gewesen zu sein. Deshalb hilft Ihnen zu wissen, wozu Sie Nein sagen müssen. Kein „Ja, aber“, kein „Mal schauen“ und auch kein „Vielleicht“. Wenn Sie Ihr Ziel ernst nehmen und sich selbst respektieren, sagen Sie „Nein“, um erhobenen Hauptes die Ziellinie zu überschreiten.

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