Die besten Tipps für Vorstellungsgespräche

02.03.2017

Endlich ist es soweit: Das Unternehmen, bei dem Sie sich voller Elan beworben haben, lädt Sie zu einem Vorstellungsgespräch ein – damit Sie dieses leichter meistern können, geben wir Ihnen einige hilfreiche Tipps zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Darüber hinaus erfahren Sie von uns, worauf Sie während des Gesprächs selbst achten müssen, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die Vorbereitungsphase

Obwohl sich wahrscheinlich schon die erste Aufregung breitmacht, gilt es gerade jetzt, Ruhe zu bewahren – nur mit einem kühlen Kopf können Sie sich optimal auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Wie wichtig das ist, dürfte klar sein: Unvorbereitete Bewerber wissen selten, was sie auf Fragen antworten sollen oder können nur wenig von sich aus erzählen. Um peinliche Stille zu vermeiden, können Sie aber diverse Maßnahmen ergreifen. Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

Was macht das Unternehmen, bei dem ich mich beworben habe, aus?

Wenn Sie auf diese Frage keine Antwort wissen, wenn es drauf ankommt, stehen (oder sitzen) Sie schnell ziemlich blöd da. Personaler erwarten nicht, dass Sie die aktuellen Quartalszahlen auswendig lernen; ein gewisses Grundverständnis des Unternehmens (Moral, Struktur, Produkte…) wird aber vorausgesetzt.

Wo liegen meine Stärken und Schwächen?

Sie müssen damit rechnen, dass Sie im Vorstellungsgespräch auf diese oder ähnliche Fragen antworten sollen. Wenn Sie sich also bisher noch nicht damit auseinandergesetzt haben, was Sie besonders gut können, ist es jetzt an der Zeit: Wenn Sie von Ihren Fähigkeiten überzeugt sind (und dies auch zeigen), ohne dabei eingebildet zu wirken, können Sie viele Interviewer überzeugen.

Über diese Maßnahmen zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch hinaus sollten Sie natürlich auch Wert auf ein gepflegtes Äußeres und angemessene Kleidung legen. Manchmal kann es sich lohnen, vor dem Vorstellungsgespräch noch einmal bewusst darüber nachzudenken, wie man sich präsentieren möchte – je weniger Sie sich verstellen müssen, desto besser.

Die Vorbereitung ist ein wichtiger Schritt zum Erfolg

Sie sind nun bestens vorbereitet und der Gespräch kann kommen – um die Vorbereitungen nicht wieder zunichte zu machen, muss auch beim Vorstellungsgespräch selbst alles passen: Es ist wirklich nicht schwer, das Fundament für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch zu legen – Sie müssen nur wissen, wie das gelingt.

Wussten Sie, dass Ihr Unterbewusstsein (und somit auch das Unterbewusstsein der Personaler) in Sekundenbruchteilen darüber entscheidet, ob ein fremder Mensch sympathisch oder unsympathisch ist? Sie hören es sicher nicht zum ersten Mal: Der erste Eindruck zählt. Zeigen Sie Haltung, Höflichkeit und Humor: Angemessene Umgangsformen sind für Personaler das Wichtigste und ausschlaggebend für die endgültige Entscheidung derselben. Niemand möchte mürrische Mitarbeiter in seinem Unternehmen haben, die ihre Arbeit vielleicht gut machen, aber dafür das Arbeitsklima für die anderen Angestellten versauen.

Wenn Sie diese Punkte beachten, sind Sie schon einmal auf der sicheren Seite: Jetzt gilt es nur noch, sich von den anderen freundlichen und aufrichtigen Mitbewerbern abzuheben. Dazu sprechen Sie am besten immer laut und deutlich, sodass Personaler nicht immer wieder nachfragen müssen, was Sie denn gerade gesagt haben – das stört den Gesprächsfluss und lässt Sie nicht besonders selbstsicher rüberkommen.

Bisher haben die Personaler ein sicheres, gutes Bild von Ihnen vermittelt bekommen – damit geben sich die Personaler aber noch nicht zufrieden. Versuchen Sie, so spezifische Antworten wie möglich zu geben: Personaler wollen keine Roboter, sondern Individuen einstellen. Geben Sie auf jede Frage ehrliche und vor allem individuelle Antworten und dem Personaler vielleicht sogar einen kurzen Einblick in Ihr Inneres – das rechnet man Ihnen hoch an. Außerdem merkt der Personaler so, dass Sie sich wohlfühlen und sich nicht nur beworben haben, um Geld zu verdienen – Sie wollen im Team arbeiten und auch Beziehungen zu Ihren Kollegen aufbauen.

Um gute Antworten geben zu können, müssen Sie selbstverständlich auch gut zuhören. Nichts irritiert Personaler mehr als Antworten auf Fragen, die sie überhaupt nicht gestellt haben. Doch nicht nur gute Antworten sind wichtig: Ebenso können Sie den Personaler von Ihrem Interesse überzeugen, indem Sie nach dem Gespräch noch Fragen stellen – besonders gerne hören Personal Fragen wie „Wie sieht es mit Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb Ihres Unternehmens aus?“ Signalisieren Sie durch Ihre Fragen, dass Sie an einem langfristigen Beschäftigungsverhältnis interessiert sind und sich weiterentwickeln wollen.

Die Nachbereitung

Herzlichen Glückwunsch – Sie haben das Vorstellungsgespräch erfolgreich hinter sich gebracht! Wenn Sie erst einmal durchgeatmet haben, können wir Ihnen die Nachbereitung des Vorstellungsgesprächs ans Herz legen. Die ist nicht einmal mit Aufwand verbunden – Sie müssen nur reflektieren und sich einige Fragen stellen.

War ich gut vorbereitet? Was hätte ich bei der Vorbereitung anders machen können?
Welche Fragen konnte ich nur schwer und nicht intuitiv beantworten? Warum?
Könnte ich mir vorstellen, in Zukunft bei diesem Unternehmen zu arbeiten?
Über- oder unterfordert mich die Arbeit in diesem Unternehmen?
Habe ich noch offene Fragen?
Gerade wenn Sie noch offene Fragen haben, können Sie Ihr Interesse an dem Unternehmen im Nachhinein noch bestärken. Rufen Sie einige Tage nach Ihrem Termin noch einmal bei Ihrem potentiellen, zukünftigen Arbeitgeber an und stellen Sie die offenen Fragen. Sehr wichtig: Vergewissern Sie sich, dass Sie sich die Fragen nicht selbst durch Recherche beantworten können.

Zögern Sie nicht, auch nach dem Gespräch noch Fragen zu stellen
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