Der Knigge für den Arbeitsalltag

13.01.2017

Der Knigge für den Arbeitsalltag gibt Ihnen Tipps für gute Umgangsformen am Arbeitsplatz. Sie verbringen zwei Drittel des Tages bei der Arbeit zusammen mit Ihren Kollegen. Da liegt es nahe, das bestmögliche Arbeitsklima und ein positives kollegiales Miteinander zu fördern.

Smartphone-Gebrauch

In Mitarbeitergesprächen haben Handys nichts verloren. Sie sollten auf lautlos geschaltet sein. Falls Sie wirklich auf einen dringenden Anruf warten, dann können Sie den Vibrationsalarm einstellen. Damit bei den Kollegen negative Gedanken gar nicht erst entstehen, sollten Sie vorher ankündigen, dass Sie noch auf eine wichtige Nachricht warten oder einen wichtigen Anruf, den Sie unbedingt entgegennehmen müssen. Jeder weiß, wie unhöflich es wirkt, wenn die Anwesenden mehr Interesse am eigenen Smartphone haben, als an den Punkten auf der gemeinsamen Tagesordnung.

Ist Ihnen bewusst, wie häufig Sie auf Ihr Smartphone schauen?

Nehmen Sie Rücksicht auf die Kollegen

Vermeiden Sie den Verzehr von Knoblauch oder anderen stark riechenden Gerichten während der Mittagspause. Passen Sie Ihre Stimme an die Zimmerlautstärke an. Kleiden Sie sich angemessen. Werden Sie nicht emotional. Bleiben Sie auch in anstrengenden Situationen immer ruhig und professionell. Mit ein paar Verhaltensregeln wird der kollegiale Arbeitsalltag zu einer schönen Sache, auf die Sie sich jeden Tag freuen können.

Wie kritisiere ich meine Kollegen richtig?

Zu allererst sollte man nicht nur seinen Dampf ablassen wollen, weil man genervt vom Kollegen ist. Kritik sollte immer konstruktiv sein und eine positive Veränderung herbeiführen. Den meisten Menschen fällt es schwer, persönliche Kritik anzunehmen. Es kann verletzend sein. Auch Fehler zuzugeben ist nicht immer ganz einfach. Haben Sie etwas Verständnis für Ihre Kollegen. Sprechen Sie in der Ich-Form. "Ich habe mich über deinen Ton geärgert". Die Du-Form klingt vorwurfsvoll und würde sicherlich zu spontaner Ablehnung der Kritik führen. Daher ist diese Art der Ansprache zu vermeiden.

Kritik sollte nicht feindselig ausgeführt werden

Reihenfolge bei der Kritik

Beginnen Sie mit einer vorurteilsfreien Beschreibung des Fehlverhaltens. Erklären Sie dann, welche Gefühle das bei Ihnen auslöst. Sprechen Sie mit dem Kollegen über mögliche Folgen, sollte er weitermachen wie bisher. Schlagen Sie eine Lösung vor. Damit der Mitarbeiter weiß, wie er sich verändern kann und muss. Kritik sollte immer unter vier Augen geübt werden. Es gibt keinen Grund jemanden öffentlich herabzuwürdigen.

Halten Sie Termine ein

Respektieren Sie die Zeit Ihrer Kollegen. Unpünktlichkeit ist sehr unhöflich. Schließlich machen sich auch alle anderen Mitarbeiter rechtzeitig auf den Weg, um trotz widriger Umstände rechtzeitig am Arbeitsplatz oder zum Meeting zu erscheinen. Unpünktlichkeit ist ein Zeichen von Desinteresse und Arroganz oder weist auf einen sehr unorganisierten Menschen hin. Beides keine positiven Eigenschaften. Zeigen Sie Höflichkeit gegenüber Ihren Kollegen durch Pünktlichkeit. Aber Achtung, auch das zu frühe Erscheinen gilt als unpünktlich. Bei geschäftlichen Terminen gilt eine Toleranz von plus minus 5 Minuten als noch akzeptabel.

Pünktlich sein heißt Respekt zeigen

Richtiges Verhalten in den sozialen Netzwerken

Das Internet und die sozialen Netzwerke haben unseren Alltag und auch den Berufsalltag längst erreicht. Was tun, wenn Arbeitskollegen oder vielleicht sogar der Chef eine Freundschaftsanfrage schicken? Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Anfrage anzunehmen, dann sollten Sie zumindest die Privatsphäre-Einstellungen entsprechend anpassen. Im Büro muss ja nicht jeder gleich alles über Ihr Privatleben und Verhalten wissen. Sie dürfen die Anfrage aber natürlich auch ablehnen. Am Geschicktesten funktioniert dies mit einer kleinen Ausrede. Erklären Sie, dass Sie den Account eigentlich kaum nutzen. Nur für familiäre Kontaktpflege und alte Schulfreunde. Verweisen Sie auf Ihre Geschäftsprofile bei Xing oder LinkedIN, um die Enttäuschung über die Ablehnung zu mindern. So sind Sie auf der sicheren Seite und müssen sich nicht bei jedem Facebook-Post sorgen, ob die Privatsphäre-Einstellungen nun ausreichend sind oder nicht.

Wie kann ich mich beliebt machen?

Jede Person möchte wahrgenommen werden. Also begrüßen Sie morgens die Kollegen und verabschieden Sie sich nach Möglichkeit am Ende des Arbeitstages. So wirken Sie freundlich auf andere. Versuchen Sie immer nur das Beste in Ihren Mitmenschen zu sehen. Niemand ist perfekt und jeder ist mal mehr oder weniger gestresst. Wenn Sie selbst eine positive Einstellung haben, dann sind Sie ein gern gesehener Kollege, mit dem jeder gerne zusammenarbeitet. Halten Sie Türen auf oder stoppen Sie den Fahrstuhl, wenn noch andere Kollegen mitfahren möchten. Bringen Sie gelegentlich eine Tasse Kaffee und vielleicht sogar etwas Kuchen mit. Hinterlassen Sie Ihren Arbeitsplatz immer sauber und ordentlich. Und legen Sie Arbeitsgeräte immer dorthin zurück, wo sie hingehören. Dann müssen auch keine Kugelschreiber mehr an einem Stück Faden festgebunden werden, wie es in chaotischen Büros leider oft üblich ist.

Man kann selber für ein angenehmes Betriebsklima sorgen

Private Treffen und Firmenfeiern

Bei privaten Treffen mit Kollegen oder Firmenfeiern ist etwas Vorsicht geboten. Behalten Sie Ihren Alkoholkonsum im Auge. Schon bei geringen Mengen Alkohol wird die Zunge und auch das Verhalten lockerer. Vermeiden Sie es Dinge zu tun oder zu sagen, die Sie möglicherweise am nächsten Morgen am Arbeitsplatz bereuen könnten. Als Gesprächsthemen eignen sich die Kinder, das Essen, angesagte Kinofilme oder der anstehende Urlaub. Themen aus dem Geschäftsalltag sollten im Hintergrund bleiben. Schließlich möchten sich alle zusammen entspannen und eine gute Zeit haben. Eheprobleme und Partyexzesse sollten natürlich absolut Tabu sein. Verwechseln Sie Interessengemeinschaften nicht mit Freundschaft. Alles was Sie sagen, könnte irgendwann gegen Sie verwendet werden. Lästern über andere Kollegen ist ein absolutes No-Go. Steigen Sie nicht auf solche Gespräche ein.

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