Den beruflichen Wiedereinstieg erfolgreich meistern

04.06.2021

Zurück in den Job - gezwungenermaßen müssen sich derzeit viele Arbeitnehmer wohl leider mit dieser Thematik auseinandersetzen - der berufliche Neu- oder Wiedereinstieg.

Die Gründe dafür können vielfältig sein: Ob nach der Elternzeit, Phasen der beruflichen Neuorientierung durch zum Beispiel ein Studium oder nach längerem Ausfall. 

Mit der richtigen Vorbereitung, Orientierung und Organisation kann dieser so reibungslos wie möglich funktionieren. 

Doch was sind Gründe, welchen einen beruflichen Wiedereinstieg erforderlich machen?

  • Elternzeit

  • Langzeitkrank

  • Berufliche Neuorientierung (Weiterbildung, Studium, Ausbildung o.ä.)

  • Sabbatjahr

Zurück in den Job nach längerer Auszeit - Mit der richtigen Strategie gelingt es

Ein beruflicher Wiedereinstieg besteht aus den Phasen der Orientierung, der Planung und der  konkreten Umsetzung

Je nachdem wie lange die berufliche Auszeit stattgefunden hat oder in welcher Form der Wiedereinstieg stattfinden soll, ist es durchaus sinnvoll, sich möglicherweise professionelle Unterstützung zu suchen und sich beraten zu lassen.

Eine gängige Anlaufstelle sind dabei die örtlichen Arbeitsagenturen, welche im Rahmen des Bundesprogramms “Perspektive Wiedereinstieg - Potenziale erschließen” sowie mit den regulären Beratungsstellen vor Ort Wiedereinsteiger unterstützen. 

Bei regelmäßigen Informationsveranstaltungen kann man sich so kostenfrei zu Fragen hinsichtlich des beruflichen Wiedereinstiegs-Prozesses, zur Stellensuche, zum regionalen Arbeitsmarkt sowie zu den aktuellen Angeboten der Agentur für Arbeit Informationen einholen.

Steht der berufliche Wiedereinstieg bevor, kann man sich bei der zuständigen Agentur für Arbeit entsprechend als arbeitslos, arbeitssuchend oder ratsuchend melden.

Dort finden dann persönliche Beratungsgespräche statt, welche sich unter Anderem mit Fragen zu finanziellen Förderungsmöglichkeiten, Qualifizierungsmöglichkeiten, Kinderbetreuung oder den verschiedenen Arbeitszeitmodellen beschäftigen. 

Ziele des Wiedereinstiegs

Erster Bestandteil der Strategie sollte sein, welche Tätigkeiten man ausüben kann und möchte. 

Einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, bedeutet ein großes Stück finanzieller Freiheit und Unabhängigkeit, mit welcher man sich zukünftig Perspektiven schaffen kann.

Fragen, welche man sich vorab stellen sollte, können Folgende sein:

  • Was sind die Gründe für den beruflichen Wiedereinstieg? Ist es die finanzielle Absicherung oder geht es darüber hinaus auch um eine Erfüllung im Beruf?

  • Wieviel Zeit möchte man in die berufliche Auslastung investieren? 

  • Wo sieht man mögliche beruflichen Perspektiven / Zukunft?

  • Lassen sich die beruflichen mit den privaten Zielen vereinbaren? Wie organisiert man sich sein Leben rund um den Beruf?

  • Möchte man beruflich Karriere machen oder strebt man eine Führungsposition an? Wenn ja, was für Maßnahmen sind dafür notwendig?

  • Welche Kompromisse ist man bereit, für den Job einzugehen? Wäre ein Umzug eine Option? Kann man man sich mit eventuellen Dienstreisen arrangieren?

Hat man diese Aspekte für sich selbst geklärt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ein solcher Wiedereinstieg umgesetzt werden kann bzw. in welche Richtung es gehen soll:

  • Neuorientierung

  • Fort- oder Weiterbildung / Umschulung

  • Zurück zum alten Arbeitgeber

  • Schritt zur Selbstständigkeit

Alternativen können temporäre Minijobs oder die Zeitarbeit zur Überbrückung sein. So kann man sich finanziell zumindest ein Stück weit absichern, und sich professionelle Unterstützung für den Einstieg suchen. Manchmal ergeben sich gerade mit dem Gang über die Arbeitnehmerüberlassung gute Möglichkeiten, in einer bestimmten Branche einen Einstieg zu finden. 

Mit Engagement kann so der erste Schritt in den Arbeitsmarkt gelingen. Heutzutage ist es ebenfalls nahezu unerlässlich, sich auf sämtliche Plattformen zu beziehen und gerade auch online nach möglichen Berufsaussichten Ausschau zu halten. Natürlich hängt der berufliche Erfolg nicht allein vom eigenen Engagement ab, sondern auch von sämtlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - welche man nicht beeinflussen kann. Daher hilft es schon ungemein, sich in den sozialen Medien nach dem aktuellen Stand und den einzelnen Gegebenheiten in potenziellen Unternehmen zu informieren.